Wir kommen nach Redecilla del Camino unweit von Santo Domingo, einem kleinen Nest ohne irgendwelche Besonderheiten.

Es ist der erste Tag der Auszeit und schon relativ spät, weil wir erst mittags losgegangen sind. Hier gibt es nur eine Herberge mit zwei Schlafsälen à 12 Betten. Wir betreten den Raum und eine ältere Dame aus San Francisco raunt uns gleich zu: ‚seid leise, da schläft jemand’ und deutet auf ein Bett im Eck des Zimmers. Dort liegen ein Schlafsack und noch eine Decke.

Ich kann niemanden erkennen und denke mir: are you kidding me…?

Zuerst einmal ziemlich ungewohnt für uns alle, mit fremden Menschen gemeinsam zu übernachten. Eva hat sichtlich Mühe, sich an den Gedanken zu gewöhnen: ‚es ist ok’, sagt sie wenig überzeugend.

Nach dem Abendessen ist schon alles finster in unserem Schlafgemach und wir gehen zu Bett. Alles ruhig und friedlich, keine besonderen Vorkommnisse.

Am nächsten Morgen wache ich auf und höre eine Kinderstimme. Es ist ein Baby, das zu einem Japaner und einer Italienerin gehört und noch so klein ist, dass es noch gar nicht gehen kann! Es war die ganze Nacht ruhig und hat keinen Laut von sich gegeben- unglaublich! Hätten wir gewusst, dass ein Baby mit uns übernachtet, ich weiß nicht, was wir getan hätten!
Später sind wir den dreien noch einmal begegnet. Das Abenteuer geht weiter…

 

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